100-Tage-Bilanz des Verkehrsministers: Den Worten müssen Taten folgen

„Verbal ist der Minister stark, dann aber fehlt es an entsprechenden Taten “ – mit diesen Worten charakterisierte der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, die 100-Tage-Bilanz von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer.

Ramsauer hatte zum Jahreswechsel deutlich gemacht, dass Zuwächse im Güterverkehr nach seiner Auffassung künftig ausschließlich über die Schiene transportiert werden sollten und das Eisenbahnnetz deshalb massiv ausgebaut werden müsse. „Die Antwort auf unsere Frage, wie dies realisiert, vor allem aber finanziert werden soll, ist der Minister uns bis heute schuldig geblieben“, kritisierte Hommel.

„Wer in diesen Tagen gesehen hat, wie liegengebliebene Lastwagen nicht nur auf den Autobahnen wieder einmal für lange Staus und reichlich Chaos gesorgt haben, wird sich unserer Forderung, den Güterverkehr, wo immer möglich, auf die Schiene zu verlagern, ernsthaft nicht verschließen können“, machte der GDBA-Chef deutlich.

Dazu werde viel Geld benötigt. Dass der Bundesverkehrsminister in diesem Zusammenhang auf die Einnahmen aus der LKW-Maut verzichten wolle, um das Schienennetz zu ertüchtigen und auszubauen, sei ein „Makel“ auf der ansonsten verhalten positiv stimmenden 100-Tage-Bilanz und werde sich als großes Hindernis erweisen, hieß es seitens der GDBA.

„Versprechen kann der Minister viel“, so Hommel, die Verkehrsgewerkschaft GDBA werde ihn jedoch ausschließlich an seinen Taten messen – und da sei für den Bereich Eisenbahn bislang nur wenig wirklich Konkretes zu verzeichnen.

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