Sicher unterwegs: GDBA fordert, Mitarbeiter mit Problemen nicht alleine zu lassen

„Sicher unterwegs“ – die von der Verkehrsgewerkschaft GDBA angestoßene Kampagne beschäftigt nun auch verstärkt den Bahnvorstand. In einem Gespräch mit Personalvorstand Norbert Hansen verwies GDBA-Vize Peter Tröge noch einmal auf die erschreckend hohe Zahl an Mitarbeitern in den Verkehrsbetrieben, die bereits Opfer von Gewalttaten geworden seien. „Schlimm ist, dass die meisten Vorgesetzen mit solchen Vorfällen nicht umgehen können und betroffene Mitarbeiter in ihrer Not alleine lassen“, kritisierte er. Dies muss sich nach Auffassung der Verkehrsgewerkschaft GDBA umgehend ändern.

v.l.n.r.: Bundesvorstandsmitglied Uwe Matthias, Personalvorstand Norbert Hansen und GDBA-Vize Peter Tröge

Norbert Hansen machte deutlich, dass sich die DB AG dieses Themas bereits angenommen habe. Verstärkt werde versucht, vorbeugend tätig zu werden, so dass Konflikte vor Ort gar nicht erst eskalieren. In diesem Zusammenhang verwies Hansen darauf, dass die DB AG Mitte November eigens eine Sicherheitskonferenz durchführen werde, da man sich der Bedeutung dieses Thema durchaus bewusst sei.

Am Rande des Treffens wurde auch die Verschiebung des Bahn-Börsengangs diskutiert. Dies dürfte nach Aussage von Hansen nicht das Ende der Teilprivatisierung bedeuten. GDBA-Vize Peter Tröge und Bundesvorstandsmitglied Uwe Matthias machten in diesem Zusammenhang noch einmal deutlich, dass die Finanzierung aller notwendigen Maßnahmen dauerhaft sicherzustellen sei. Wenn der Bund, der den Börsengang gewollt habe, um erforderliche Investitionen nicht aus dem Haushalt, sondern über Privatisierungserlöse zu finanzieren, sei dieser wieder in der Verantwortung, wenn die Teilprivatisierung länger als angekündigt auf sich warten lasse. Die GDBA werde die weitere Entwicklung aufmerksam erfolgen und ihren Forderungen gegebenenfalls Nachdruck verleihen, hieß es

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