Allein härtere Strafen zu fordern, reicht nicht aus
Das Ziel muss sein, Gewalt gegen Mitarbeiter und Reisende zu verhindern

Das Thema Sicherheit im Personenverkehr kommt immer stärker auf die politische Tagesordnung. Das ist vor allem den zahlreichen Initiativen von Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSNET zu verdanken. Einige Unionspolitiker verlangten nun härtere Strafen für Gewalttäter.
 
Verkehrsgewerkschaft GDBA und die TRANSNET begrüßen zwar, dass die Diskussion Fahrt aufnimmt. „Allerdings darf die Forderung nach härteren Strafen nur ein Teil der Diskussion sein“, warnten GDBA-Vize Peter Tröge und TRANSNET-Vorstand Martin Burkert. Die Vorbeugung und die Unversehrtheit von Personen müssten an erster Stelle stehen. Das habe sich vor allem der „Runde Tisch“ zum Ziel gesetzt, zu dem die Gewerkschaften jüngst eingeladen hatten.
 
Wichtig sei auch das Projekt „Bahn-Azubis gegen Gewalt und Hass“, das unter der Schirmherrschaft von GDBA, TRANSNET und DB AG steht. Auch der Präventionszug, der zurzeit wieder in Deutschland unterwegs ist, sei eine sinnvolle Maßnahme. „Beide Projekte setzen an den Ursachen von Gewalt an und versuchen, diese zu verhindern. Nur härtere Strafen zu fordern, reicht nicht“, erklärte Tröge und Burkert.
 
Zugleich verlangten die Vertreter von Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSNET „eine Erhöhung des Personalbestandes bei DB Sicherheit“. Zudem sei die Ausbildung von Fachpersonal ein ganz wesentlicher Sicherheitsaspekt. Der Einsatz von Videokameras alleine reiche nicht aus. Von den Bundesländern verlangten Tröge und Burkert, in den Ausschreibungen verbindliche Vorgaben für die Sicherheit zu definieren.

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