Fachkonferenz "Sicher unterwegs" - Sicherheit im öffentlichen Verkehr

Am 23. September 2010 findet in Frankfurt/Main eine weitere Fachkonferenz statt, auf der die Aktionen und Resultate von "Sicher unterwegs" durch Vertreter der Gewerkschaften, Arbeitgeber und Arbeitnehmer präsentiert werden. Im Rahmen von Diskussionsrunden besteht die Möglichkeit, die Vorstellungen aller Beteiligten vorzutragen. Betriebsrätinnen und Betriebsräten sollen auf diese Weise Handlungshilfen und Beteiligungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.

Seit Jahren fordern die Gewerkschaften verstärkten Personaleinsatz zur Erhöhung der Sicherheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer im Schienenverkehr. Verkehrsgewerkschaft GDBA und Gewerkschaft TRANSNET führten im Jahr 2008 eine Fragebogenaktion unter dem Motto "Sicher unterwegs" durch, deren Ergebnisse in Form einer Broschüre der Politik übergeben wurden. In anschließenden Gesprächen, u. a. mit dem Vorstand der Deutschen Bahn AG, konnte erreicht werden, dass die Arbeitgeber für dieses Thema sensibilisiert wurden und den Handlungsbedarf deutlich ernster nehmen als vor der Aktion. Dazu trug wesentlich auch eine von TRANSMIT im November 2008 durchgeführte Fachkonferenz bei, auf der Betriebsrätinnen und Betriebsräte über die Ergebnisse der Befragung informiert und mit ihnen gemeinsam Forderungen und Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit der Beschäftigten abgeleitet und eingeleitet wurden.

Die Aktion "Sicher unterwegs" fand im Jahre 2009 ihre Fortsetzung mit einer Befragung der Reisenden. Auch dieses Ergebnis wurde wiederum der Deutschen Bahn AG und der Politik vorgestellt. Nach weiteren aktiven Bemühungen und unzähligen Gesprächsrunden erhielt die Aktion "Sicher unterwegs" im März 2010 den Fahrgastpreis der Initiative PRO BAHN e. V. Die Auszeichnung zeige, so Peter Tröge, stellvertretender Bundesvorsitzender der Verkehrsgewerkschaft GDBA und Geschäftsführer von TRANSMIT, dass nicht nur der Nerv der Kolleginnen und Kollegen getroffen wurde, sondern auch die Fahrgäste am gleichen Strang ziehen. "Sicher unterwegs" wird fortgeführt: Denn nur, wenn immer wieder auf Missstände hingewiesen wird, kann eine Veränderung herbeigeführt werden.

Einzelne Bundesländer haben bereits reagiert. So ist jüngst Niedersachsen der Forderung nachgekommen, mehr für die Sicherheit zu tun, Baden-Württemberg plant, in Kürze ähnlich vorzugehen. Das regelmäßige Mitfahren von Zugbegleitern soll hier verbindlich geregelt werden, längere Züge, die weitere Entfernungen zurücklegen, sollen kontinuierlich rund um die Uhr mit Zugbegleitern besetzt werden.

Veranstalter der Fachkonferenz am 23. September ist in bewährter Form TRANSMIT. Weitere Info unter: 030/30875-0 oder info@transmit-gmbh.de

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