DB RegioForum: GDBA und TRANSNET werben für Branchentarifvertrag

GDBA und TRANSNET werben für Branchentarifvertrag Die Verkehrsgewerkschaft GDBA und die Gewerkschaft TRANSNET haben den Branchentreff RegioForum der DB AG genutzt, um die Forderung nach einem Branchentarifvertrag SPNV zu untermauern. An einer Kundgebung zur Eröffnung der Veranstaltung in St. Ingbert (Saarland) nahmen rund 300 Beschäftigte teil.

Die Beschäftigten kamen aus Saarbrücken, Mainz, Trier, Koblenz und Kaiserslautern. Das RegioForum selbst wurde an beiden Tagen von einer Mahnwache begleitet. An dieser nahmen auch Beschäftigte der Hessischen Landesbahn teil sowie Kolleginnen und Kollegen von verdi und GdP.

"Der Wettbewerb im SPNV wird immer mehr auf Kosten der Beschäftigten entschieden", machten GDBA-Bundesvorstand Gerd Wilde und TRANSNET-Vorstand Reiner Bieck deutlich. Damit müsse Schluss sein: "Wir wollen einen Branchentarifvertrag, der ein einheitliches Bezahlungsniveau für alle Beschäftigten festlegt." Wilde und Bieck kritisierten, dass die Arbeitgeber – sowohl der Privatbahnen als auch der Deutschen Bahn – in den Tarifverhandlungen zuletzt keine Bewegung mehr erkennen ließen.

Kritik übten die Gewerkschaften zugleich an den Bundesländer und Bestellerorganisationen. "Sie haben es in der Hand, über Tariftreuegesetze oder über eine entsprechende Ausgestaltung der Ausschreibungsbedingungen für mehr Fairness im Wettbewerb zu sorgen", unterstrichen Wilde und Bieck. Bei einem Betreiberwechsel könne vereinbart werden, dass die bisher Beschäftigten ihren Arbeitsplatz nicht verlieren und auch keine Lohneinbußen hinnehmen müssen. Europarechtlich seien solche Regelungen "wasserdicht".


 

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