S-Bahn Berlin: Teilübertragung an BVG bringt für Kunden und Beschäftigte keine Vorteile

Die Verkehrsgewerkschaft GDBA und die Gewerkschaft TRANSNET haben Überlegungen kritisiert, einen Teil des Berliner S-Bahn-Netzes in kommunale Regie zu überführen. Für die Kunden und für die Beschäftigten bringe das keine Verbesserungen. Die Gewerkschaften fordern, dass es auch künftig einen S-Bahn-Verkehr aus einer Hand geben müsse. Sie forderten die Berliner Politik auf, die S-Bahner nicht ständig mit neuen Planspielen zu verunsichern.

"Es ist nicht ersichtlich, was für die Kunden und die Beschäftigten besser werden sollte, wenn auf einem Teil des Netzes die S-Bahn GmbH, auf einem anderen Teil die BVG fährt", erklärten GDBA-Vorstand Gerd Wilde und TRANSNET-Vorstand Reiner Bieck. "Das käme im Endeffekt einer Zerschlagung eines im Kern funktionierenden Systems gleich. Es muss in Berlin auch künftig ein S-Bahn-System aus einem Guss und aus einer Hand geben."

Wilde und Bieck wiesen darauf hin, dass die Berliner S-Bahn sich derzeit "auf dem aufsteigenden Ast" befinde. Es gebe gute Chancen, dass die Krise der S-Bahn bald überwunden sei. Dies liege auch daran, dass die neue Geschäftsführung einen großen Teil der Forderungen der Gewerkschaften und des Betriebsrtates umsetze, so den Stopp des Stellenabbaus, Neueinstellungen und Übernahmen der Azubi und die Erhöhung der Werkstattkapazitäten.

"Der Senat und die Koalitionsparteien sollten diesen Kurs endlich politisch unterstützen, statt die S-Bahner mit ständig neue Planspielen über die Zukunft ihres Unternehmens und ihrer Arbeitsplätze zu verunsichern", forderten die Gewerkschafter. Alles andere habe den "Charakter einer Strafaktion. Die allerdings würde wie meistens die Falschen treffen."

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