Branchen-Tarifvertrag SPNV: Arbeitgeber erstmals gemeinsam am Tisch - Treffen am Freitag in Berlin

Im aktuellen Tarifkonflikt über einen Branchen-Tarifvertrag im Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV) kommen Verkehrsgewerkschaft GDBA und Transnet an diesem Freitag (5. November) erstmals mit allen beteiligten Arbeitgebern gemeinsam zusammen. An dem Gespräch in Berlin nehmen sowohl Vertreter der Privatbahnen als auch der Deutschen Bahn AG teil. Die Vorsitzenden der beiden Gewerkschaften, Klaus-Dieter Hommel und Alexander Kirchner, werteten das Gespräch als einen "wichtigen Zwischenschritt".

Die Gewerkschafter betonten, dass dieses Gespräch "ergebnisoffen" geführt werden soll. "Wenn die Arbeitgeber praktikable Vorschläge für eine Schlichtung machen, werden wir uns dem nicht verschließen." Im Falle eines Scheiterns der Gespräche müsse die Lage allerdings neu bewertet werden. Letztlich seien auch weitere Arbeitskampfmaßnahmen nicht auszuschließen.

GDBA und Transnet fordern einen Branchentarifvertrag für alle Unternehmen, die im SPNV tätig sind. Die Privatbahnen hatten zuletzt ein Angebot vorgelegt, das die Gewerkschaften als völlig unzureichend werteten. "Wir wollen einen Tarifvertrag, der die Personalkosten als Wettbewerbsinstrument ausschließt", so Hommel und Kirchner. "Nur so können wir den Trend stoppen, dass der Wettbewerb immer mehr auf den Knochen der Beschäftigten ausgetragen wird.“

Die Gespräche beginnen um 9 Uhr im Hotel Maritim, Stauffenbergstraße 26, 10785 Berlin.

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