Tarifeinheit:
Initiative von DGB und BDA begrüßt – ein "Stück täglich gelebte Solidarität"

TRANSNET und GDBA haben die Initiative von DGB und BDA zur Tarifeinheit be-grüßt. Ein entsprechendes Eckpunktepapier hatten beide Organisationen am Freitag in Berlin vorgestellt. Für TRANSNET und GDBA ist die Tarifeinheit ein Stück gelebte Solidarität im Betrieb.

Die Gewerkschaft TRANSNET und die Verkehrsgewerkschaft GDBA haben die Initiative des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) und der Bundesvereinigung Deutscher Arbeitgeberverbände (BDA) zur Tarifeinheit begrüßt. DGB und BDA hat-ten am Freitag Vorschläge für eine gesetzliche Regelung vorgelegt. Im Kern geht es darum, dass künftig der Tarifvertrag angewendet werden soll, an den die Mehrzahl der Gewerkschaftsmitglieder im Betrieb gebunden ist. Daraus soll kein Monopol ent-stehen. Es sollen weiterhin mehrere Tarifverträge existieren können. Voraussetzung soll aber sein, dass sich diese nicht überschneiden und die Tarifvertragsparteien sich einigen.

"Die Tarifeinheit ist ein Stück täglich gelebte Solidarität im Betrieb und in der Gesell-schaft", machten der TRANSNET-Vorsitzende Alexander Kirchner und GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel deutlich. Insofern sei sie gerade in der heutigen Zeit ein "wichtiger Schutzfaktor zum Schutz der Interessen aller Arbeitnehmer des jeweiligen Unternehmens." Sie verhindere, dass unterschiedliche Beschäftigtengruppen gegeneinander ausgespielt würden. Die Tarifeinheit sei insofern "ein hohes Gut".

Wer die Tarifeinheit abschaffen wolle, der würde "schwächeren Arbeitnehmergrup-pen jegliche ihrer ohnehin begrenzten Druckmittel aus der Hand nehmen", warnten Kirchner und Hommel. Tarifpolitik und Tarifeinheit seien nämlich "bislang auch immer ein Schutz für die Schwachen gewesen". Ein Ende der Tarifeinheit würde eine "unerträgliche Kluft innerhalb der Arbeitnehmerschaft" schaffen.

Weitere Informationen

Eckpunktepapier DGB – BDA

Statement Michael Sommer (DGB-Vorsitzender)

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