EU-Kommission macht sich für längere Lebensarbeitszeit stark

Die EU-Kommission befürwortet längere Lebensarbeitszeiten in den Mitgliedsstaaten. Anlass ist die demographische Entwicklung in der EU, erklärte Sozialkommissar Andor bei der Vorlage des Grünbuchs zur Sicherung der Renten- und Pensionssysteme. Das Papier rechnet vor, dass bis 2060 auf jeden Bürger im Alter von 65 nur noch zwei im erwerbsfähigen Alter kommen- heute liegt dieses Verhältnis noch bei 1:4.

Der Sozialkommissar zeigte drei Wege auf, dem zu begegnen: Entweder ein geringeres Einkommen im Ruhestand, eine Erhöhung der Beiträge zur Altersvorsorge oder mehr und länger zu arbeiten, was er befürworte. Allerdings wolle die Kommission vor allem eine europäische Debatte über die Rentensysteme anstoßen.

Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSNET warnten vor neuen Diskussionen über eine Erhöhung des Renteneintrittsalters. Schon die in Deutschland beschlossene Anhebung des Renteneintritts auf 67 Jahre doktort nur an den Symptomen herum, schafft aber keine Lösungen. Entscheidend zur Stabilisierung der Rentenkassen sind u. a. zukunftssichere Arbeitsplätze. Die Politik muss dafür die Voraussetzungen schaffen. Das wäre auch eine Aufgabe für die Brüsseler EU-Kommission.

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