Arbeitgeber provozieren vor Tarifrunde

Teile der Arbeitgeber fahren vor der anstehenden Tarifrunde schon einmal schweres Geschütz auf. Der von Verkehrsgewerkschaft GDBA und Transnet geforderte Branchen-Tarifvertrag wäre "der Tod des Wettbewerbs, das sichere Aus für die kleinen und mittelgroßen Bahnen", polterte der Chef des Arbeitgeberverbandes Deutscher Eisenbahnen (AGVDE), Rolf Bender, in einem Interview.

Er unterstreicht damit indirekt, dass dieser Wettbewerb tatsächlich über Lohn- und Sozialkosten geführt wird. Ansonsten müsste er diesen Tarifvertrag nicht mit derart martialischen Worten mies machen. Allerdings versucht Bender die Kurve anders zu bekommen als sein AGVDE-Geschäftsführer Hans-Peter Ackmann. Der hatte nämlich zuvor schon unverblümt erklärt: "Wir werden uns den Wettbewerbsvorteil bei den Personalkosten nicht nehmen lassen".

Diese Äußerungen zeigen sehr genau, wo die Reise hingehen sollen. GDBA und TRANSNET werden aber ihren Streit für den Branchen-Tarifvertrag verstärken.

Und auch die Arbeitgeber des AGVDE müssen wissen: Wenn sie diese Sturheit nicht aufgeben, sind auch in ihrem Bereich Arbeitskampfmaßnahmen ein Mittel, den Druck zu erhöhen.

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