Tarifrunde DB AG: Verhandlungen festgefahren – Spitzengremien entscheiden über weiteres Vorgehen

Die Tarifverhandlungen der Gewerkschaften TRANSNET und GDBA und der Deutschen Bahn sind in der sechsten Runde ohne Ergebnis abgebrochen worden. GDBA-Vize Heinz Fuhrmann und der TRANSNET-Vorsitzende Alexander Kirchner erklärten im Anschluss an die heutige Runde: Die Verhandlungen sind völlig festgefahren.

Der Hauptgrund ist, dass es bisher keine Annäherung beim Thema Branchentarifvertrag für den Schienenpersonen-Nahverkehr gibt. Allen Tarifparteien ist aber klar, dass es ohne eine Lösung dieser Problematik auch keine Fortschritte in anderen Bereichen gibt.

Die führenden Konzerne der SPNV-Branche außerhalb der DB AG haben uns ein schriftliches Angebot zum Niveau eines künftigen Branchentarifvertrages übergeben. Sie haben auch erklärt, dass sie damit ihre Möglichkeiten ausgereizt sehen. Dieses Angebot ist völlig unzureichend. Es würde den Trend zur Absenkung der Bezahlung in der Branche nicht stoppen und die bestehenden Bezahlungsunterschiede sogar noch ausbauen. Einen solchen Tarifvertrag will auch die DB AG nicht unterschreiben. Das haben die Vertreter der DB heute auch in aller Klarheit erklärt.

Die Spitzengremien von TRANSNET und GDBA werden in der kommenden Woche in einer gemeinsamen Sitzung die Situation bewerten und über das weitere Vorgehen entscheiden. Wenn die Gremien zu der Auffassung kommen, dass auf der erreichten Basis weitere Verhandlungen keinen Sinn haben, sind Arbeitskampfmaßnahmen unausweichlich.

Aushang

 

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