ITF-Kongress: Kein Wettbewerb auf dem Rücken der Beschäftigten - Branchentarifvertrag ist die Lösung

Verkehrsgewerkschaft GDBA und Transnet haben auf dem 42. Kongress der Internationalen Transportarbeiter-Föderation (ITF) in Mexiko-Stadt das Konzept des Branchentarifvertrages im SPNV vorgestellt. Der zunehmende Wettbewerb im europäischen Schienenverkehr führe zu einer Verschärfung der Lohn- und Sozialsituation, sagte TRANSNET-Vorstand Martin Burkert.

Die Konferenz der Sektion Eisenbahn in der ITF habe gezeigt, dass Beschäftigte weltweit unter dieser Entwicklung zu leiden hätten, betonte Burkert. Dieser Wettbewerb dürfe nicht auf dem Rücken der Verkehrsbeschäftigten ausgetragen werden. Eine Antwort auf diese Entwicklung ist in Deutschland die Forderung von GDBA und Transnet nach einem Branchentarifvertrag. Der ITF-Kongress hat seine Unterstützung in diesem Kampf zugesagt.

GDBA-Vize Peter Tröge griff in seiner Rede das Thema Gewalt gegen Beschäftigten im Transportsektor auf. Er stellte den Delegierten den Erfolg der Aktion "Sicher unterwegs" von GDBA und Transnet vor. Die im Mai abgeschlossene Vereinbarung mit der Deutschen Bahn sei ein Beispiel auch für andere Bahnen. Der im Rahmen des Aktionstages "Gewerkschaften sagen Nein zur Gewalt" erhaltene Fahrgastpreis ist auch ein Erfolg der ITF-Kampagnen zur Sicherheit.

Der Kongress steht unter dem Motto "Starke Gewerkschaften – nachhaltiger Verkehr". Erstmals sind zwei Sonderkonferenzen in die Veranstaltung integriert. Sie befassen sich mit der Rolle junger Beschäftigter in der ITF sowie mit dem Klimawandel. Der Kongress ist der größte in der 114-jährigen Geschichte der ITF. Die ITF ist ein Zusammenschluss von 770 Gewerkschaften aus dem Bereich Transport und Verkehr. Sie vertritt über 4,6 Millionen Mitglieder in 154 Ländern.

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