Sicherheit auf Bahnhöfen und in Zügen: Mehr Personal nötig - BRH-Bericht unterstreicht Gewerkschafts-Forderungen

Um die Sicherheit in Zügen und auf Bahnhöfen weiter zu verbessern, ist nach Ansicht von Verkehrsgewerkschaft GDBA und der Gewerkschaft TRANSNET mehr Personal nötig.
 
Beide Gewerkschaften bekräftigten damit ihre Forderungen. Anlass ist ein Bericht des Bundesrechnungshofs. Dieser kommt u. a. zu dem Ergebnis, dass die Bundespolizei eine flächendeckende Präsenz auf Bahnhöfen nicht sicherstellen kann. „Unsere Kritik geht an die Politik: Sie schafft keine Voraussetzungen, die Sicherheit weiter zu verbessern“, kritisierten GDBA-Vize Peter Tröge und TRANSNET-Vorstand Reiner Bieck.
 
Es gebe zwar „nach jeder spektakulären Straftat ausreichend Lippenbekenntnisse“, monierten die Gewerkschafter. In praktischer Hinsicht „passiert jedoch wenig“. Dabei verwiesen Tröge und Bieck darauf, dass Sicherheit am besten „mit Menschen und von Menschen gegeben werden kann“. Die stete Forderung nach stärkerem Einsatz von Videokameras diene zwar der Dokumentation: „Im Gefahrenfall kann sie aber nicht helfen.“ Dies gelte für Bahnhöfe, Züge, aber auch Busse gleichermaßen.
 
Opfer von Straftaten seien Reisende und Beschäftigte gleichermaßen. Allein 2008 habe es rund 13.000 Gewaltdelikte, darunter 10.000 Körperverletzungen gegeben. „Wir mussten auch fast 900 tätliche Angriffe auf Bahnbeschäftigte registrieren“, stellten die beiden Gewerkschafter fest. Die Dunkelziffer liege „vermutlich deutlich höher“. Im Rahmen ihrer Aktion „sicher unterwegs “ hatten TRANSNET und GDBA u. a. die Beschäftigten nach ihrem Sicherheitsempfinden befragt. Insbesondere ein Großteil des Personals in Regionalzügen gab dabei an, sich „bei der Arbeit nicht sicher zu fühlen“.

In der Verantwortung stünden „Bundes- aber auch Länderpolitik“. Der Bund müsse für ausreichend Personal bei der Bundespolizei sorgen. Die Länder könnten im regionalen Schienenverkehr mehr Personal bestellen. Dies gelte auch für den Busverkehr.

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