Im Interesse aller Beschäftigten

Die bevorstehende Betriebsratswahl stellt für viele Unternehmen in unserem Organisationsbereich eine wichtige Weichenstellung dar. Die künftige Ausrichtung des Unternehmens DB AG stellt in diesem Zusammenhang eine nicht unerhebliche Rolle dar.
 
Fest steht: Die Wirtschaftskrise ist auch am Verkehrsbereich nicht spurlos vorbeigegangen. Bislang wurden nur Symptome, nicht aber die Ursachen bekämpft. Die „neue“ Bundesregierung hat ihre politische und – was aus unserer Sicht besonders wichtig ist – ihre verkehrspolitische Linie längst noch nicht gefunden. Viele Fragen sind weiterhin offen: Für den Schienenverkehr fehlt es an ausreichenden Mitteln. Der Bestand des integrierten Bahnkonzerns ist nicht gesichert. Der Wettbewerb soll es richten.
 
Die GDBA tritt nach wie vor für den Integrierten Konzern ein. Der sichert Arbeitsplätze, was in der heutigen Zeit ganz wichtig ist. Die gewerkschaftliche Konkurrenz hingegen fordert vehement die Trennung von Netz und Betrieb – und gefährdet damit die Arbeitsplätze nicht nur der bei ihr organisierten Kolleginnen und Kollegen. Hätte sich die GDL mit ihrer organisations-egoistischen Forderung durchgesetzt, stände heute so mancher, der einst bei Schenker Rail beschäftigt war, auf der Straße, darunter auch viele Lokführer.
 
Dass es den Integrierten Konzern und damit den konzernweiten Arbeitsmarkt noch gibt, ist unter anderem der GDBA zu verdanken. So haben etwa überzählige und nicht mehr einsatzfähige Lokführer weiterhin eine Chance, heute beispielsweise als Fahrdienstleiter arbeiten zu können.
 
Die Verkehrsgewerkschaft GDBA hat bei den bevorstehenden Betriebsratswahlen wieder ihre Besten ins Rennen geschickt. Ob auf eigenen oder gemeinsamen Listen stehen diese Kolleginnen und Kollegen für eine gute und ehrliche Arbeit im Interesse aller Beschäftigten. Was sie können, haben sie in den zurückliegenden Jahren bewiesen.
 
Ihr Einsatz und ihre Kompetenz werden gerade in der nächsten Wahlperiode dringend gebraucht. Denn die Bedingungen für die Kolleginnen und Kollegen werden härter.
 
Betriebsräte und Verkehrsgewerkschaft GDBA sind und bleiben eine Einheit, wenn es darum geht, eine fortschrittliche Politik im Interesse der Beschäftigten zu machen. Wir werden den Weg der Zusammenarbeit ohne Vorbehalte und Scheuklappen konsequent fortsetzen. Neue gewerkschaftliche Strukturen sind für uns die logische Konsequenz einer wirtschaftlichen und politischen Entwicklung in der Bundesrepublik, die sich gegen eine starke und einheitliche Interessenvertretung wendet.
 
Wer auf gewerkschaftlicher Seite Spaltung unter dem Deckmantel des überholten Slogans „Konkurrenz belebt das Geschäft“ betreibt, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt und schadet seinen Mitgliedern.

Wer unsere Kandidatinnen und Kandidaten wählt, entscheidet sich für eine kompetente, ehrliche und erfolgreiche Betriebsratsarbeit!

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