Tarifverhandlungen DB AG: Erste Runde ohne Ergebnis - Fortsetzung in Arbeitsgruppen

Die Tarifverhandlungen für die rund 165.000 Beschäftigten der DB AG sind am Montag, den 12. Juli, ergebnislos vertagt worden. Die Gewerkschaften fordern Verbesserungen im Gesamtvolumen von sechs Prozent. Die Arbeitgeberseite legte kein Angebot vor. In den kommenden Wochen soll über Schwerpunktthemen verhandelt werden. Die offiziellen Verhandlungen gehen am 29. Juli weiter.

Die Verkehrsgewerkschaft GDBA und die Gewerkschaft TRANSNET hatten in dieser ersten Runde in Frankfurt ihre Forderungen noch einmal bekräftigt. Die Gewerkschaften verlangen Verbesserungen im Gesamtvolumen von sechs Prozent, unter anderem reale Einkommensverbesserungen. Die Arbeitgeber legten in den Verhandlungen kein Angebot vor. Allerdings soll in den kommenden Wochen über Schwerpunktthemen verhandelt werden. Dazu zählen Fragen zur Struktur und Zulagen sowie soziale Fragen. Die nächste offizielle Verhandlungsrunde wurde für den 29. Juli angesetzt.

"Wir sind enttäuscht, dass die Arbeitgeberseite nicht bereit war, zumindest ein erstes Angebot auf den Tisch zu packen", kritisierten der TRANSNET-Vorsitzende Alexander Kirchner und GDBA-Vize Heinz Fuhrmann. Die Forderungen der Gewerkschaften seien im Vorfeld bekannt gewesen. Beide verwiesen in diesem Zusammenhang noch einmal auf die "satten Gewinne der DB, die diese auch im Krisenjahr 2008 eingefahren hat".

Bereits in dieser Woche werden TRANSNET und GDBA weitere Schritte zur Schaffung eines Branchentarifvertrages unternehmen. Am Donnerstag treffen sich die Gewerkschaften mit Vertretern zahlreicher Bahnunternehmen in Fulda. Im Rahmen einer Konferenz sollen dann noch einmal Grundzüge eines solchen Tarifvertrages erörtert werden.

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