ETF-Aktionstag: Positive Resonanz auf Forderung nach einem Branchentarifvertrag

Auf Verständnis und große Zustimmung stoßen die Forderungen von Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSNET nach einem Branchentarifvertrag für die Eisenbahner. „Viele Reisende lehnen es ab, dass Wettbewerb im Nahverkehr über die Löhne der Beschäftigten ausgetragen wird“, machte GDBA-Vize Peter Tröge deutlich. GDBA und TRANSNET beteiligen sich mit zahlreichen Flugblatt-Aktionen am alljährlichen Aktionstag der Europäischen Transportarbeiter-Föderation (ETF). Dieser fand am Dienstag, 13. April, statt und stand unter dem Motto „Für gute Bahnen und faire Jobs“.

Aktionen in München (Bild links), Stuttgart (Bild rechts) und Berlin (unten links)

Aktionen fanden vor allem in den Morgenstunden in Großstädten wie Berlin, Frankfurt, Hamburg, Leipzig, Dresden, Stuttgart, München, Saarbrücken und Köln statt. Eine erste Bilanz konnte Klaus-Peter Hurth in Stuttgart ziehen: „Die meisten Reisenden fanden unsere Forderung richtig und gut“, stellte er fest. Und Paul Eichinger ergänzte aus München: „Um 6 Uhr haben wir mit der Flugblatt-Aktion begonnen, keine eineinhalb Stunden später waren die ersten 2500 Flyer an Reisende verteilt.“

GDBA und TRANSNET wollen mit einem Branchentarifvertrag ein einheitliches Lohnniveau in der Schienenbranche sichern und insbesondere im Regionalverkehr Lohndumping verhindern. Hintergrund ist der immer schärfere Ausschreibungswettbewerb im Regionalverkehr, der zunehmend über die Personalkosten ausgetragen wird.

„Mit der Flugblatt-Aktion wollen wir insbesondere die Kunden für unser Anliegen sensibilisieren“, machten GDBA-Vize Peter Tröge und TRANSNET-Vorstand Reiner Bieck deutlich. „Der Branchentarifvertrag schützt nicht nur die Beschäftigten davor, zu Billiglöhnern zu werden. Er garantiert auch ein Qualitätsniveau der Arbeit im Schienenverkehr. Das liegt auch im Interesse der Kunden.“

Neben der Flugblattaktion werden die Vorstände von GDBA und TRANSNET am Dienstag, 13. April 2010, zahlreiche Betrieben und Betriebsversammlungen in Karlsruhe und Mannheim besuchen.

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