2. Runder Tisch "Sicher unterwegs": Schluss mit dem Schwarzen-Peter-Spiel

Die Verkehrsgewerkschaft GDBA und die Gewerkschaft TRANSNET sind mit der Allianz pro Schiene, dem Fahrgastverband Pro Bahn, MobiFair, Vertretern der Deutschen Bahn, Veolia und Keolis sowie dem Verkehrsverbund Berlin Brandenburg, Verkehrsverbund Rhein Ruhr, der Gewerkschaft der Polizei und der Bundespolizeigewerkschaft / Verbund innere Sicherheit zu einem zweiten runden Tisch zusammengekommen. Ziel war es, die Grundlagen für ein abgestimmtes Maßnahmenbündel zu erarbeiten. Dieses soll nach der Sommerpause vorgestellt werden.

"Viele Politiker scheinen der Auffassung zu sein, mit unkoordinierten Einzelmaßnahmen dem Problem der Gewalt begegnen zu können. Die Realität jedoch sieht anders aus", machte TRANSNET-Vorstandsmitglied Reiner Bieck deutlich. Um der zunehmenden Gewalt wirksam begegnen zu können, seien abgestimmte Maßnahmenpakete nötig. "Hier muss auch die Politik Verantwortung übernehmen und nicht immer nur wehklagen", stellte Bieck fest.

GDBA-Vize Peter Tröge machte deutlich, dass den von Gewalt Betroffenen – sowohl Fahrgäste wie auch Mitarbeiter von Verkehrsunternehmen – künftig mehr Unterstützung zukommen müsse. "Im Mittelpunkt stehen häufig die Täter, wie es den Opfern geht, danach fragt niemand", kritisierte er. Auch diese Frage werde der Runde Tisch diskutieren und entsprechende Forderungen stellen, machte Tröge deutlich.

Gewalt sei ein gesellschaftliches Problem und es sei an der Zeit, dass die Gesellschaft deutlich macht, Gewalt gegen Fahrgäste und Mitarbeiter von Verkehrsunternehmen nicht länger zu tolerieren. "Es ist an der Zeit, ein deutliches Zeichen zu setzen; GDBA und TRANSNET werden ihren Teil dazu beitragen.

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