"Griesheimer Erklärung" zum Branchen-Tarifvertrag:
Weitere Verhandlungen auf Grundlage bisheriger Angebote machen keinen Sinn

Griesheimer ErklärungTRANSNET und GDBA verlangen von den Arbeitgebern ein klares Bekenntnis zum Niveau eines Branchen-Tarifvertrages. Die zuständigen Tarifkommissionen verabschiedeten dazu die Griesheimer Erklärung. Die Gewerkschaften fordern ein Tarifvertrags-Niveau, das heute bereits für 90 der Beschäftigten gilt. Bis Ende des Monats sollen sich die Unternehmen nun erklären. Ansonsten drohen Arbeitskampfmaßnahmen.

Die Gewerkschaft TRANSNET und die Verkehrsgewerkschaft GDBA haben von den Arbeitgebern ein klares Bekenntnis zum Niveau eines möglichen Branchen-Tarifvertrages für den Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV) verlangt. Die zuständigen Tarifkommissionen verabschiedeten hierzu am Mittwoch in Frankfurt die Griesheimer Erklärung. Darin heißt es, die "Verhandlungen auf der Grundlage der bisherigen Arbeitgeberangebote fortzusetzen, macht keinen Sinn." Die Gremien verweisen darauf, dass die Angebote viel zu gering seien. Man verlange hingegen einen Branchen-Tarifvertrag, auf einem Niveau, "auf dem schon heute 90 Prozent der Beschäftigten im Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV) bezahlt werden".

Hierzu müssten sich die beteiligten Unternehmen nun erklären. TRANSNET und GDBA setzen hierfür eine Frist bis "Ende des Monats (September)". Sollte eine solche Erklärung dann nicht vorliegen, werde man die Konzernspitzen zu einem Spitzengespräch am 1. Oktober einladen. "Dies ist für die Arbeitgeber die letzte Möglichkeit, Arbeitskampfmaßnahmen zu verhindern", betonen die Tarifkommissionen in ihrer Griesheimer Erklärung.

Die Verhandlungen mit den Privatbahnen waren am Dienstag ergebnislos geblieben. Die Arbeitgeberseite hatte ein Angebot für das Volumen eines Branchen-Tarifvertrages vorgelegt. Dieses lag bei etwa 77 Prozent des heutigen Branchen-Niveaus.

Hierzu der Aushang der TRANSNET/GDBA

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