Winterchaos Schiene: Appell an Kunden - Frust nicht an Eisenbahnern auslassen

Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSNET bitten die Bahn-Kunden, ihren Unmut über das Winter-Chaos auf der Schiene nicht an den Mitarbeitern auszulassen. Derzeit würden Beschäftigte beleidigt oder gar tätlich angegriffen. Sie hätten aber keine Möglichkeiten, die Situation zu verbessern. Kunden sollten sich vielmehr direkt bei den verantwortlichen Bahn-Managern beschweren.

"Wir haben Verständnis für den Frust der Kunden", sagten GDBA-Vize Peter Tröge und TRANSNET-Vorstand Reiner Bieck. "Bei uns häufen sich allerdings die Hinweise, dass die Bahn-Beschäftigten in Zügen und auf den Bahnhöfen beleidigt oder sogar tätlich angegriffen werden. Und hier trifft die Wut nun definitiv die Falschen." Bieck und Tröge wiesen darauf hin, dass viele Eisenbahnerinnen und Eisenbahner "ebenso unter der angespannten Lage leiden wie die Kunden". Sie würden die Situation gerne ändern, hätten aber nur geringe Möglichkeiten.

"Die Beschäftigten tun alles, um die Situation für die Kunden erträglich zu gestalten", machten die Gewerkschafter deutlich. Die Ursachen für die derzeitige Misere lägen unter anderem in einer verfehlten Personal- und Wartungsplanung. Offenbar sei aber auch die Fahrzeugindustrie nicht in der Lage, Fahrzeuge zu liefern, die für solche Witterungsbedingungen geeignet sind, klagten Tröge und Bieck. Sie forderten die Kunden auf, "sich mit ihren berechtigten Beschwerden direkt an die verantwortlichen Bahn-Manager zu wenden. Damit sind sie an der richtigen Adresse."

Seite weiterempfehlen Seite druckenSeite drucken