GDBA kritisiert Unwort des Jahres: betriebsratsverseucht

Das Unwort des Jahres ist „betriebsratsverseucht“. Das hat eine unabhängige Jury am Dienstag bekannt gegeben. „Offensichtlich wird die Wahrnehmung von Arbeitnehmerinteressen von so manchem Arbeitgeber immer noch als unanständige Störung des Betriebsfriedens verstanden“, kritisierte GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel.
 
Angesicht der bevorstehenden Betriebsratswahlen sei klar, dass die Kandidatinnen und Kandidaten der Verkehrsgewerkschaft GDBA auch weiterhin immer da den Finger in die Wunde legen, wo dies nötig sei. Das Eintreten von Betriebsräten für Arbeitsnehmerrechte als „Seuche“ zu bezeichnen, kritisierete Hommel in diesem Zusammenhang als nicht hinnehmbaren sprachlichen Tiefpunkt. Umso wichtiger sei es, den Betriebsräten jetzt den Rücken zu stärken.

Die Aktion, das „Unwort des Jahres“ zu küren, gibt es seit 1991. Schon mehrfach waren Begriffe aus dem Wirtschafts- und Arbeitsleben Unwörtern des Jahres, so „Wohlstandsmüll“ (1997 als Bezeichnung für „arbeitsunwillige Menschen“), „Ich-AG“ (2002), „Humankapital“ (2004) oder „Entlassungsproduktivität“ (2005).

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