Fairnessabkommen soll Lohn- und Sozialdumping verhindern

Fairness-Abkommen Für die Verkehrsgewerkschaft GDBA unterschrieb der stellvertretende Vorsitzende Peter Tröge das Fairessabkommen.

Subunternehmen, die für die Deutsche Bahn in den Bereichen "Gleissicherung", "Fahrzeugreinigung", "Infrastrukurelles Facility Management" oder "Sicherheitsdienstleistungen" tätig werden, müssen künftig vorgegebene Lohn- und Sozialstandards einhalten. Ein entsprechendes Fairness-Abkommen wurde heute in Frankfurt unterzeichnet.

Immer waren Unternehmen, die für die DB AG tätig waren, in die Schlagzeilen geraten, weil beispielsweise vereinbarte Löhne nicht gezahlt wurden. Zudem vergaben einzelne Subunternehmen Leistungen, für die sie beauftragt worden waren, wiederum an andere Dienstleister, die sich dann nicht an Recht und Gesetz hielten.

mobifair, der von TRANSNET und Verkehrsgewerkschaft GDBA getragene Verein für fairen Wettbewerb in der Mobilitätswirtschaft, konnte in zähen Verhandlungen erreichen, dass diesen Auswüchsen nun ein Riegel vorgeschoben wurde. In dem heute unterzeichneten Fairnessabkommen verpflichten die Deutsche Bahn, der Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband der Mobilitäts- und Verkehrsdienstleister (Agv MoVe), die Gewerkschaften Transnet, Verkehrsgewerkschaft GDBA und ver.di sowie der Bundesverband Deutscher Wach- und Sicherheitsdienstleister (BDWS) und die Überwachungsgesellschaft Gleisbau (ÜGG) Sorge dafür zu tragen, dass Lohn- und Sozialdumping in ihren Verantwortungsbereichen künftig ausgeschlossen ist. Zuwiderhandlungen können sanktioniert werden.

mobifair, TRANSNET und GDBA sehen in dem Abkommen die Grundlage dafür , es den "Schwarzen Schafen" in der Branche künftig schwer zu machen, zu Lasten der Beschäftigten, aber auch auf Kosten von Sicherheit und Qualität zu tricksen.

Das Fairnessabkommen ist ein klares Signal an alle Unternehmen, die sich auf Ausschreibungen der Deutschen Bahn in den genannten Bereichen bewerben, die vorgegebenen Standards auch einzuhalten. "Wettbewerb auf Kosten der Mitarbeiter wird damit unmöglich gemacht", stellten Alexander Kirchner und Peter Tröge für die Gewerkschaften TRANSNET und GDBA klar. Genau das haben TRANSNET und GDBA wir mit dem Fairnessabkommen erreichen wollen.

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