GDBA-Betriebsrätekonferenz: Der Solidaritätsgedanke steht im Vordergrund

Der Bundesvorsitzende der Verkehrsgewerkschaft GDBA, Klaus-Dieter Hommel, hat auf der Betriebsrätekonferenz der GDBA, am Mittwoch, den 20. Januar in Frankfurt, deutlich gemacht, wie wichtig die Solidarität von Arbeitnehmern untereinander sei. „Wir sind nicht mehr die Hausgewerkschaft der DB AG“, sagt er. „Wir vertreten erfolgreich die Interessen der bei der Deutschen Bahn Beschäftigten, aber auch die Interessen von Mitarbeitern bei privaten Bahnunternehmen“, so Hommel. Und vor diesem Hintergrund wolle die GDBA für alle im Verkehrsbereich Beschäftigten ordentliche Rahmenbedingungen schaffen.
 
In diesem Zusammenhang kritisierte Hommel erneut die derzeitige Konkurrenz unter den Gewerkschaften, sofern diese zum Ziel habe, sich gegenseitig Mitglieder abzujagen. „Was für ein Aufschrei ginge durchs Arbeitgeberlager, wenn GDBA, TRANSNET, GDL und verdi erklären würden, sich in der Sache einig zu sein und gemeinsam einen Branchentarifvertrag erstreiten zu wollen. Diese Tarifmacht wäre beispiellos,“ so der GDBA-Chef.
 
Das entsprechende Angebot von GDBA und TRANSET aber sei ins Leere gelaufen, wieder einmal würde versucht, sich durch unterschiedliche Forderungen gegeneinander abzugrenzen; ein wirklich durchschlagender Erfolg in der Frage des Branchentarifvertrages sei so nur unter erschwerten Bedingungen erreichbar.
 
Allein dies zeige, wie wichtig die Gründung einer Verkehrsgewerkschaft sei, in der die Kräfte gebündelt werden, um sich noch wirkungsvoller als bisher für die Rechte von Arbeitnehmern einzusetzen. GDBA und TRANSNET seien in dieser Frage auf einem guten Weg, so Hommel, auch wenn es manchmal noch „kleine Reibereien“ gebe. Dazu zählt, nach Angaben der in Frankfurt zusammengekommenen Betriebsräte, beispielsweise die Listenaufstellung bei den bevorstehenden Betriebsratswahlen. Hier sei immer wieder mal von getroffenen Absprachen abgewichen worden.

Auch in der TRANSNET sei das Ziel, gemeinsam mit der GDBA eine neue Verkehrsgewerkschaft gründen zu wollen, nicht überall bereits verinnerlicht, machte GDBA-Chef Klaus-Dieter Hommel deutlich. Klar sei aber eines: Der gelegentlich geäußerte Gedanke, zwei Gewerkschaften zu einer zu verschmelzen und dann weiterzumachen wie bisher, wäre nicht das Ziel. Die bevorstehende Zäsur biete die einmalige Chance, sich neu aufzustellen. „Und diese Chance,“ so Hommel, „werden wir im Sinne unserer Mitglieder nutzen.“

 

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