GDBA und TRANSNET fordern: Endlich der Gewalt gegen Mitarbeiter entgegentreten

Mit Abscheu und Empörung haben Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSET auf einen neuerlichen Angriff auf eine Zugbegleiterin reagiert. Am Freitagmorgen des 21. Mai 2010 hatten vier junge Männer eine 38-jährige Zugbegleiterin auf der Bahnstrecke zwischen Hamburg und Bremen brutal niedergeschlagen und sexuell belästigt.
 
„Auch wenn Gewalt in der Gesellschaft immer mehr zunimmt, werden wir es nicht hinnehmen, dass unsere Kolleginnen und Kollegen solchen Übergriffen schutzlos ausgeliefert sind“, machten GDBA-Vize Peter Tröge und TRANSNET-Vorstand Rainer Bieck deutlich.
 
Tröge und Bieck forderten die Deutsche Bahn auf, eine mit den Gewerkschaften GDBA und TRANSNET erarbeitete Rahmenvereinbarung umgehend zu unterschreiben. Darin wird unter anderem der Einsatz von mehr Zugbegleitpersonal auf besonderen Strecken festgeschrieben.
 
Gleichzeitig forderten Tröge und Bieck auch die privaten Bahngesellschaften auf, mit den Gewerkschaften ähnliche Vereinbarungen zu treffen. Zugleich kündigten GDBA und TRANSNET an, erneut zu einem runden Tisch einladen zu wollen, auf dem das Thema „Gewalt gegen Mitarbeiter im Verkehrsbereich“ thematisiert werde.
 
„Wir müssen erreichen, dass insbesondere im Nahverkehr wieder mehr Personal auf den Zügen ist, Das geht aber nur, wenn die Länder als Besteller dieser Leistungen hierfür auch ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung stellen“, machten Tröge und Bieck deutlich. Um dies zu erreichen müssten alle – Gewerkschaften und Bahnbetreiber – an einem Strang ziehen.

 

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