Aufsichtsratswahlen Deutsche Bahn: Ergebnis in Teilbereichen äußerst unbefriedigend - Konsequenzen ziehen

Die Verkehrsgewerkschaft GDBA und die Gewerkschaft Transnet haben ihr Ergebnis bei den jüngsten Aufsichtsratswahlen bei der Deutschen Bahn in einigen Bereichen als äußerst unbefriedigend bezeichnet. Dies gilt insbesondere für die Delegiertenwahlen im Bereich DB Regio. Beide stellen hier 122 von 243 Delegierten. Aber auch die Beteiligung an den diesjährigen Aufsichtsratswahlen insgesamt sei mit rund 50 Prozent „weitgehend enttäuschend“. Die beiden Vorsitzenden, Klaus-Dieter Hommel und Alexander Kirchner, kündigten an: „Wir nehmen dieses Signal sehr ernst und werden daraus Konsequenzen ziehen“. Die Arbeit an der Basis solle „mit vielen Aktivitäten“ noch weiter verstärkt werden.
 
Ein inhaltlicher Baustein sei der Branchen-Tarifvertrag für die Schiene. „Wir werden unseren Streit für diesen Tarifvertrag intensivieren.“ Die Aufsichtsratswahlen seien insgesamt ein „wichtiger Fingerzeig“ der Beschäftigten gewesen. So konnten GDBA und TRANSNET bei DB Netz und DB Schenker Rail im Gegensatz zu DB Regio ihre starke Position halten. Bei DB Netz gehören 425 von 427 Delegierten, bei DB Schenker Rail 154 von 205 Delegierten den beiden Gewerkschaften an.

Ähnlich sieht es bei DB Fernverkehr aus. Hier stellen GDBA und TRANSNET 108 von 171 Delegierten. Die Delegierten treffen sich Mitte März in Hannover, um dann über die konkrete Zusammensetzung der Arbeitnehmerbänke in den jeweiligen Aufsichtsräten zu entscheiden. In einigen Unternehmen der Deutschen Bahn haben die Beschäftigten über die Arbeitnehmerbank hingegen bereits in Urwahl entschieden. Dabei konnten GDBA und TRANSNET ihre Mandate u. a. bei der DB Mobility & Logistics AG, der DB Station & Service AG, der DB Projektbau GmbH und der DB Vertrieb GmbH verteidigen beziehungsweise ausbauen. Verluste gab es hingegen bei der Berliner S-Bahn. Die vorliegenden Ergebnisse der Aufsichtsratswahl haben wir im Internet unter www.ar-wahlen.de zusammengestellt.

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