Halbwahrheiten und Polemik

Die Gewerkschaftslandschaft bei der Bahn ist dabei sich zu verändern. Die Verkehrsgewerkschaft GBDA hat die notwendige Diskussion über neue Strukturen nicht nur erfolgreich angestoßen, die Verkehrsgewerkschaft GDBA ist schon mitten in der Phase der Umsetzung.
 
In zahlreichen Veranstaltungen in ganz Deutschland spüren wir die Bereitschaft der Kolleginnen und Kollegen sich hieran zu beteiligen. Viele ergreifen die Chance, etwas Neues mitgestalten zu können, sich in eine Gewerkschaft einzubringen, die die Interessen der Beschäftigten im gesamten Verkehrsbereich vertreten will. Die Gründung einer neuen Verkehrsgewerkschaft ist in der Zwischenzeit in aller Munde.
 
Natürlich gibt es weiterhin Vorbehalte. Zu gravierend sind die bevorstehenden Veränderungen, als dass ein jedes Mitglied uneingeschränkt Ja zu einer neuen Struktur sagen würden. Einsicht in die Realität und der Mut zu notwendigen Veränderungen sind jetzt gefordert – von allen Beteiligten.
 
Unterdessen wird das gewerkschaftliche Umfeld immer nervöser. Ohne gefragt und aus seiner Sicht betroffen zu sein, äußert sich der Vorsitzende einer Lokführergewerkschaft immer wieder zu diesem Thema. Weil es ihm an Argumenten fehlt, verunglimpft er den von der Verkehrsgewerkschaft GDBA und der Transnet eingeschlagenen Weg. Zu hören waren und sind nur Halbwahrheiten sowie polemischen Parolen. Nachvollziehbare Gründe, warum einst konkurrierende Gewerkschaften heute nicht zusammenarbeiten sollen, um den eigentlichen Gegner – dem Arbeitgeber - noch erfolgreicher die Stirn zu bieten, werden nicht genannt.
 
Kein Wunder – die gibt es auch nicht. Und so ist auch der Führung dieser Gewerkschaft klar, dass es zu dem von uns eingeschlagenen Weg keine Alternative gibt. Nur zu- geben mag sie es (noch) nicht.
 
Die Geschichte lehrt uns immer wieder: Strukturen, die für die Ewigkeit geplant waren, brechen zusammen. Es waren immer fortschrittliche Menschen, die Veränderungen in Gang gesetzt haben und die am En- de alle Widerstände überwinden konnten.
Die vor uns liegenden Probleme können wir nur bewältigen, wenn wir zusammenstehen. Gewerkschaften dürfen sich nicht länger durch unnötigen organisationspolitischen Konkurrenzkampf gegenseitig lähmen und damit schwächen!
 
Zu solchen Erkenntnissen zu kommen ist nicht leicht. Daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen ungleich schwerer. Die Verkehrsgewerkschaft GDBA hat sich dieser Verantwortung gestellt. Im Wissen um unsere Vergangenheit gestalten wir die Zukunft. Um auch weiterhin für unsere Mitglieder erfolgreich tätig sein zu können, sind Veränderungen dringend nötig.

Mit der Gründung einer neuen Verkehrsgewerkschaft schaffen wir die Voraussetzungen für eine auch zukünftig erfolgreiche Interessenvertretung der Beschäftigten im Verkehrsbereich.

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