Thüringer Dieselnetz : Beschäftigte nicht im Regen stehen lassen

Wieder einmal ist ein Batzen Verkehrsleistungen im SPNV vergeben worden – das Thüringer Dieselnetz. Und wieder einmal geht diese Vergabe zu Lasten der Beschäftigten. Denn Vorgaben zur Übernahme von Personal? Zur Geltung von Tarifverträgen?  Fehlanzeige! Ergebnis: 200 Beschäftigte stehen im Regen! Das zeigt: Ein Branchentarifvertrag ist wichtiger denn je. Er soll tarifliche Mindestbedingungen für alle Beschäftigtengruppen enthalten. Ebenso Regelungen zur Personalübernahme bei Betreiberwechsel. Dafür setzen sich Verkehrsgewerkschaft GDBA und TRANSNET ein. Nur so kann ein Wettbewerb verhindert werden, der auf den Knochen der Beschäftigten ausgetragen wird.

Aber auch die Politik muss endlich handeln. Sie muss die EU-Verordnung 1370 nutzen. Diese Verordnung macht es möglich, bei Ausschreibungen Vorgaben zur Tariftreue und zur Personalübernahme zu machen. Solidarisiert euch mit den Kollegen in Thüringen! Denn heute in Erfurt – morgen bei euch? Das kann und darf nicht sein!

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