Die Kraft für unsere Zukunft

Am 30. November 2010 stoßen wir die Tür in die Zukunft auf. Die Verkehrsgewerkschaft GDBA gründet – gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der TRANSNET – eine neue Verkehrsgewerkschaft: die EVG. Die Entscheidung darüber obliegt den Delegierten zweier ehemals konkurrierender Gewerkschaften – ein Novum in der deutschen Geschichte.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft wird schnell zu einem Markenzeichen für ehrliche und verlässliche Gewerkschaftsarbeit in der Verkehrsbranche werden. Die Strukturen dafür haben die Amtsinhaber der Verkehrsgewerkschaft GDBA gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen der TRANSNET geschaffen. Aufbauend auf unserer über sechzigjährigen Erfahrung werden wir so auch in Zukunft erfolgreich sein.

Der Schritt, hin zur EVG, war notwendig. Jedem politisch denkenden Menschen in unserem Lande ist klar, dass die wirkungsvolle Vertretung der Interessen von Beschäftigten in der Wirtschaft und im öffentlichen Dienst ohne grundlegende Änderungen in der gewerkschaftlichen Landschaft auf Dauer nicht mehr gewährleistet werden kann. Vor diesem Hintergrund eine neue Organisation zu gründen und dabei die Identität und Selbstständigkeit der eigenen Gewerkschaft aufzugeben, verlangt gleichwohl viel Mut und Selbstvertrauen.

An beidem mangelt es uns nicht. Tausende Kolleginnen und Kollegen unserer Verkehrsgewerkschaft GDBA haben sich im Vorfeld der jetzt anstehenden Entscheidungen an einer kritischen und konstruktiven Diskussion über unsere künftige gewerkschaftliche Arbeit beteiligt. Beamte, Arbeitnehmer, Senioren und Jugendliche haben sich dabei mit Ihren spezifischen Interessen in diese Diskussion eingebracht. Die Struktur und die Satzung der neuen Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft trägt deshalb auch ihre Handschrift.

Die Signalwirkung, die von unserer Entscheidung ausgeht, ist heute schon spürbar. Befürworter und Gegner unseres Kurses melden sich zu Wort. Die, die heute noch "auf der Bremse stehen" und ihre Daseinsberechtigung einzig aus der gewerkschaftlichen Konkurrenz ableiten, werden der Diskussion über dringend notwendige Reformen auf Dauer nicht ausweichen können.

Gewerkschaften dürfen auch zukünftig kein Selbstzweck sein. Ohne Reformbereitschaft können sie die Interessen ihrer Mitglieder jedoch nicht mehr wirkungsvoll und nachhaltig vertreten. Aktuelle, durch gewerkschaftliche Konkurrenz geprägte, Tarifauseinandersetzungen schaden den Beschäftigten und schwächen al- le beteiligten Gewerkschaften durch weiter sinkende Mitgliederzahlen in den betroffenen Betrieben.

Die neue Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft setzt auf die Kooperation mit allen anderen Gewerkschaften im Interesse der Beschäftigten und Mitglieder. Aus unserem Stolz auf das Erreichte schöpfen wir die Kraft für unsere Zukunft!

Mehr in aktuellen Ausgabe des GDBA-Magazins.

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