Warnstreiks behindern Bahnverkehr – Schwerpunkte in NRW und Bayern

WarnstreiksÜber 500 Eisenbahner haben bundesweit befristet die Arbeit niedergelegt. Schwerpunkte sind Bayern und Nordrhein-Westfalen. Warnstreiks gibt es aber auch in anderen Bundesländern. TRANSNET und GDBA hatten zu den Aktionen aufgerufen. Es soll Druck auf die laufenden Tarifverhandlungen ausgeübt werden.

Über 500 Eisenbahner haben bundesweit die Arbeit zur Stunde befristet niedergelegt. Die Warnstreiks hatten am frühen Morgen begonnen. Die Gewerkschaften TRANSNET und GDBA wollen damit Druck auf die festgefahrenen Tarifverhandlungen ausüben. Im Kern geht es um einen Branchentarifvertrag für den Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV).

Einer der Schwerpunkte der Aktionen ist Bayern. Hier traten gegen 5 Uhr gut 50 Beschäftigte mehrerer Privatbahnen in den Ausstand. Betroffen waren die Arriva-Töchter Regentalbahn in Cham und Zwiesel sowie Alex in Kempten, die Veolia-Töchter Bayerische Regiobahn und Bayerische Oberlandbahn. Hier streiken vor allem Fahrpersonale. Auch in München gibt es massive Behinderungen am Hauptbahnhof sowie Störungen im S-Bahn-Verkehr. Besonders betroffen ist der Hauptbahnhof in Nürnberg. Hier liegen Regional- und Fernverkehr lahm. Zahlreiche Beschäftigtengruppen befinden sich im Ausstand.

Erste Aktionen hatte es zuvor in Nordrhein-Westfalen gegeben. In Dortmund, Düsseldorf, Essen und Münster traten insgesamt rund 200 Beschäftigte in den befristeten Ausstand. Betroffen waren Regional- und Fernverkehr. Im nordrhein-westfälischen Mettmann streikten Beschäftigte der Veolia-Tochter Rheinisch-Bergische Eisenbahn.

In Hannover gibt es Warnstreiks bei der S-Bahn. Hier werden einige Züge ausfallen. Auch Sachsen-Anhalt ist von den befristeten Ausständen betroffen. Die Stellwerke in Magdeburg, Sandersleben und Halberstadt werden bestreikt. Hier gibt es Störungen im Regionalverkehr. Aber auch Stellwerke in Sangershausen, Merseburg und Halle befinden sich im Ausstand. Dadurch gibt es Behinderungen im Fern- und Nahverkehr.

Im Großraum Berlin werden die Prignitzer Eisenbahn (PEG) und das Stellwerk Biesdorfer Kreuz bestreikt. Dadurch ist der Regionalverkehr vor allem im Norden Brandenburgs erheblich beeinträchtigt. Auswirkungen gibt es so auch auf die Ostdeutsche Eisenbahngesellschaft (ODEG) bzw. die Niederbarnimer Eisenbahnbetriebsgesellschaft.

Bundesweit sind noch weitere Aktionen geplant. Schwerpunkte sind der Westen und Bayern. Warnstreiks und Auswirkungen der Aktionen wird es aber in nahezu allen Bundesländern geben.

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