Branchen-Tarifvertrag: Gewerkschaften erwarten am Mittwoch klare Signale der Arbeitgeberseite

Verkehrsgewerkschaft GDBA und Transnet setzen ihren Streit für einen Branchen-Tarifvertrag im Schienenpersonen-Nahverkehr fort. Am Mittwoch (28.07.) treffen sie erneut mit Vertretern führender Bahn-Unternehmen zusammen. Beide Gewerkschaften erwarten dabei klare Signale der Arbeitgeberseite. Sollte es diese nicht geben, werden die Pläne für Warnstreiks vorangetrieben.

Das Treffen beginnt am Nachmittag in Berlin. "Wir erwarten klare Signale der Arbeitgeberseite, dass ein Branchen-Tarifvertrag der Weg ist, um Lohn- und Sozialdumping im SPNV in Zukunft zu verhindern", erklärten GDBA-Vize Heinz Fuhrmann und TRANSNET-Vorstand Reiner Bieck. Allerdings müssten diese Bekundungen über "bloße Lippenbekenntnisse" hinaus gehen. Die beiden Gewerkschafter machten deutlich, dass das Thema noch in diesem Jahr gelöst werden müsse. Gebe es in den Gesprächen am Mittwoch keine Fortschritte, würden GDBA und TRANSNET ihre "Pläne für mögliche Warnstreiks vorantreiben".

Mitte Juli hatten sich die Gewerkschaften bereits mit den führenden Bahn-Unternehmen und zwei maßgeblichen Arbeitgeberverbänden in Fulda getroffen. Dabei hatten beide Seiten über die Notwendigkeit eines Branchen-Tarifvertrages diskutiert. In diesem Zusammenhang war vereinbart worden, noch einmal zusammenzukommen, um die weiteren Schritte zu klären.

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