Branchen-Tarifvertrag: Unternehmen zu Einstieg in Verhandlungen bereit - zahlreiche Themen strittig

Maßgebliche Bahn-Unternehmen sind zu Verhandlungen über einen einheitlichen Tarifvertrag für den Schienenpersonen-Nahverkehr (SPNV) bereit. Das ist das Ergebnis der Gespräche zwischen den Gewerkschaften GDBA und Transnet sowie Vertretern von Veolia, Abellio, Arriva, Benex und Keolis am Mittwoch (28.Juli) in Berlin. Die Verhandlungen sollen zeitnah beginnen. Die Gewerkschaften sehen allerdings noch hohe Hürden: Zahlreiche Themen sind nach wie vor strittig, darunter das Bezahlungs-Niveau.

Aus diesen Verhandlungen könnte ein Branchen-Tarifvertrag werden, dies ist daher ein weiterer Schritt in die richtige Richtung", sagten GDBA-Vize Heinz Fuhrmann und der TRANSNET-Vorsitzende Alexander Kirchner. Eine entsprechende Vereinbarung über die notwendigen Schritte auf dem Weg zum Tarifvertrag soll zeitnah unterschrieben werden. Zuvor werden die Gesprächsergebnisse am Donnerstag (29. Juli) in der zuständigen Tarifkommission beraten. "Die Signale stehen noch nicht auf Grün", machten die Gewerkschafter deutlich. In den Gesprächen habe sich gezeigt, dass "noch viele Themen strittig sind". Dazu gehört unter anderem das Bezahlungs-Niveau. Dies soll als einer der ersten Punkte in den Tarifverhandlungen geklärt werden. "Das Thema hat für uns höchste Priorität", so Fuhrmann und Kirchner.

Die Tarifverhandlungen mit den beteiligten Unternehmen werden im August beginnen. Ein konkreter Termin wird kurzfristig abgestimmt. "Der Prozess ist aber auch ausdrücklich offen für andere Unternehmen. Nur wenn weitere Unternehmen dazu kommen, können wir einen Branchentarifvertrag erreichen", so Fuhrmann und Kirchner. Insbesondere müsse auch die DB AG an den Tisch. Der Wettbewerbsdruck nehme zu, eine Lösung für die gesamte Branche sei deshalb vonnöten. Nach einem erfolgreichen Tarifabschluss streben GDBA und TRANSNET die Allgemeinverbindlichkeit für diesen Tarifvertrag an.




Seite weiterempfehlen Seite druckenSeite drucken