SVP-Seminar in Chemnitz: Reich an Facetten

Knapp dreißig Schwerbehindertenvertrauenspersonen der DB trafen sich am 19. bis 21. April 2010 in Chemnitz zu einem Seminar zum Thema „Stress und psychische Belastung am Arbeitsplatz“.
 
„Psychische Erkrankungen sind mittlerweile der häufigste Grund für eine Frühberentung“ stellte die Hauptreferentin Dr. Bärbel Stut gleich zu Beginn ihres Vortrages heraus. Damit griff sie einen bedeutsamen Umstand in einer Gesellschaft auf, in der psychische Leiden aufgrund einer immer rasanteren Entwicklung der Arbeitswelt längst zur Volkskrankheit geworden sind.
 
Die Referentin erklärte anschaulich, was Stress am Arbeitsplatz bedeutet, wie er entsteht und welche Folgen daraus erwachsen. Auf präventive Maßnahmen ging sie ebenso ein, wie auf Strategien zur Stressvermeidung und –bewältigung. Der eine oder andere Teilnehmer wird die Tipps und die Erläuterung der Übungen zum Anti-Stress-Training dankbar entgegen genommen haben.
 
„Wenn Du viel zu erledigen hast, achte auf die Pausen“, betonte Dr. Stut. Nur wer sich die notwendige Ruhe gönnt, wird seiner Arbeit dauerhaft gerecht werden können.
 
Die Veranstaltung rundeten Simone Stöckmann und Martin Rolle vom Integrationsamt Chemnitz ab. Ihr Referat „Behindertengerechter Arbeitsplatz“ erreichte den Hörerkreis in gleicher Weise. Das allein belegen die vielen Fragen, die beide Experten im Nachgang zu beantworten hatten.

Wie facettenreich ein Behindertenseminar sein kann; zeigte die ins Programm genommene Sonderfahrt mit der Erzgebirgsbahn nach Thermalbad Wiesenbad. Die Teilnehmer konnten sich praxisnah auf dem Zug und an den Bahnhöfen/Stationen über barrierefreie Baugestaltung informieren. Eine Aktion, die vom GDBA-Arbeitskreis „Behinderte Menschen“ organisiert wurde.

 

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