Monstertrucks heißen jetzt Lang-Lkw

Der Titel ist niedlich, das Projekt nicht: Die Monstertrucks werden von Verkehrs-Staatssekretär Scheuer nun Lang-Lkw genannt. Das hört sich natürlich wesentlich schöner an als Gigaliner oder Monstertruck. Das Problem bleibt jedoch, egal welchen Namen das Vorhaben trägt.

Ab dem kommenden Jahr soll es Testfahrten der überlangen Lkw auf deutschen Autobahnen geben. Punkt zu Punkt-Verkehre seien angedacht, so Scheuer. Er weist darauf hin, dass deren Höchstgewicht auf "40 bis 44 Tonnen" begrenzt werde. 60-Tonner werde es mit der Bundesregierung nicht geben. Die großen Lastwagen würden zudem nicht in der Stadt und in Kreisverkehren eingesetzt.

Die Verkehrsgewerkschaft GDBA und die Gewerkschaft TRANSNET hatten schon mehrfach vor dem Einsatz der Gigaliner gewarnt. Kern der Kritik: Eine Verlagerung von Güterverkehren auf die Schiene findet nicht statt. Im Gegenteil, der Anreiz, die Straße zu nutzen, steigt. Ähnliches kann man auch aus dem von der Bundesregierung geplanten Aktionsplan Güterverkehr herauslesen. Das bisherige Ziel, mehr Verkehr auf die Schiene zu verlagern, wurde gestrichen. Die Allianz pro Schiene, in der beide Gewerkschaften mitarbeiten, stellte unlängst fest, die Neuausrichtung des Aktionsplanes gehe "klar in Richtung Lkw-Verkehr".

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