GDBA und TRANSNET fordern die Länder auf, mehr für die Sicherheit im Regionalverkehr zu tun

Verkehrsgewerkschaft GDBA und Gewerkschaft TRANSNET haben den brutalen Übergriff auf eine Zugbegleiterin am Dienstag zum Anlass genommen, die Länder an ihre Verantwortung für Fahrgäste und Bahnmitarbeiter im Regionalverkehr zu erinnern. GDBA und TRANSNET fordern schon seit längerem, in Zügen, Bussen und Stationen für mehr Sicherheit zu sorgen. Hierfür sind in erster Linie die Länder zuständig.
 
„Wir beobachten seit langem mit immer größerer Sorge, dass die Länder bei Ausschreibungen von Verkehrsleistungen im Regionalverkehr auf zusätzliche Zugbegleiter und Sicherheitskräfte verzichten, nur um Kosten zu sparen“, machten GDBA-Vize Peter Tröge und TRANSNET-Vorstand Reiner Bieck deutlich.
 
GDBA und TRANSNET hatten 2008 die Aktion „sicher unterwegs“ ins Leben gerufen und sowohl Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe wie auch Reisenden nach ihrem persönlichen Sicherheitsempfinden befragt. Eindeutiges Ergebnis: Fast alle fordern mehr Personal.
 
„In dieser Frage sparen zu wollen, ist der falsche Weg“, kritisierten Tröge und Bieck. Ein zusätzlicher Kollege auf dem Zug hätte der Zugbegleiterin, die bei einer Fahrscheinkontrolle von einem betrunkenen Fahrgast attackiert worden war, möglicherweise helfen zu können, den Übergriff zu vermeiden.

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